Prof. Dr. Bernhard Fresacher

Lehre

Selbstbestimmtes Lernen zu ermöglichen und zu fördern, betrachte ich als die genuine Aufgabe der Lehre. Ihr Beitrag besteht darin, zu eigenen wissensbasierten Standpunkten zu gelangen und damit eine Grundlage für das eigene Agieren im beruflichen Feld zu legen.

Ich verstehe Didaktik nicht in erster Linie als eine Methode der Vermittlung, Umsetzung oder Anwendung von festen Inhalten, sondern als eine kommunikative Form der Entwicklung von Wissen, von der dieses Wissen selbst nicht unberührt bleibt. In diesem Sinn kann die Theologie selbst wieder aus ihrer Lehre lernen und dieses Lernen in ihre wissenschaftliche Arbeit einbeziehen.

Gerne gebe ich einen Überblick über Themen. Die weitergehenden Informationen sind für Studierende mit eigener Zugangsberechtigung bestimmt.

  • Universität Luzern

Himmel, Hölle, Fegefeuer. Religiöse und säkulare Apokalyptiken

Begehren und Angst bezeichnen die stärksten psychischen Antriebe. Sie erzeugen dort, wo Individuen und Gesellschaft aufeinandertreffen, mächtige apokalyptische Imaginationen, religiös ins Jenseits, modern in die Zukunft projiziert: "Himmel", "Hölle" oder "Fegefeuer", "Brave New World", "1984" oder "The Circle". Zu den Prophezeiungen des Besseren gesellen sich verlässlich die Prophezeiungen des Schreckens. Was haben biblische Apokalyptiken mit modernen gemeinsam, was unterscheidet sie? Was bedeuten die Bilder, die sie - beschrieben, gemalt, modelliert - vor Augen führen? Warum kommt offensichtlich das Paradiesische nicht ohne das Dämonische aus? mehr

Theologische Gotteslehre

Der christliche Glaube richtet seine ganze Aufmerksamkeit auf den einen Gott und betrachtet - ähnlich wie im Judentum oder im Islam - alles unter dieser einen Perspektive. Dabei wendet er sich nicht nur an Gott, sondern fertigt auch Beschreibungen über ihn an. Themen der Vorlesung sind: Einführung, 1) Gottesrede, 2) Ein-Gott-Glaube, 3) Trinität, 4) Attribute Gottes, 5) Theodizee und weitere Themen. mehr

Kult oder Engagement, Verehrung oder Nachfolge? Zur Form des Christusglaubens 

Cult oder Commitment? Christen haben ihren Namen von Christus. Aber welcher Art ist der Christusbezug ihres Glaubens? Beginnt er mit der Verehrung oder mit der Nachfolge? Wie exklusiv ist er? mehr

Der Witz der Religion

Kirchen legen schon beim Betreten einen besonderen Habitus der ernsten Andacht nahe. Sie scheinen kein Gelächter zu vertragen. Im Zusammenhang von Religion kann Ironie den Verdacht der Blasphemie auf sich ziehen. Doch abgesehen davon, dass religiöse Praktiken für Außenstehende leicht den Eindruck des Komischen erwecken, bietet das Christentum - mit anderen Religionen zusammen - eine reiche Tradition des Humors. mehr

Religiöse Identität. Aspekte ihres Wandels zwischen Zugehörigkeit und Selbstbestimmung

Die Konstruktionsmodi von Identität im Zusammenhang von Religion und ihre gesellschaftlichen sowie semantischen Voraussetzungen haben sich historisch verändert, zwischen Orthodoxie und Häresie oder zwischen Authentizität und Inszenierung. Diese Veränderungen haben Auswirkungen sowohl auf die moderne individuelle Religiosität als auch auf die moderne Ökumene und Theologie der Religionen. mehr

Widerschein des Lichts der Völker (Lumen Gentium 1). Metaphern zur Selbstbeschreibung der Kirche in der Gesellschaft ausgehend vom 2. Vatikanischen Konzil

Die vor 45 Jahren verabschiedete Dogmatische Konstitution über die Kirche "Lumen gentium" markiert die Mitte des 2. Vatikanischen Konzils. Sie greift zur Selbstbeschreibung von Kirche auf bekannte Bilder zurück. Wir denken und reden in Bildern, unvermeidlich in der Religion, nicht minder aber auch in der Wissenschaft. Was leisten metaphorische Selbstbeschreibungen? mehr

"Das Törichte dieser Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zu beschämen" (1 Kor 1,27a). Sondierungen zum Verhältnis von Glaube und Intellekt

Muss, wer glaubt, aufhören zu denken? Den Skurrilitäten religiöser Vorstellungen und Praktiken scheinen keine Grenzen gesetzt. Was jemand glaubt, ist seine bzw. ihre Sache. Dies mag für die einen selbstverständlich sein, andere hingegen nehmen dies als Anlass zur Kritik an der dumpfen Irrationalität des Gottesglaubens, der scheinbar immun gegen Aufklärung ist. mehr

Für alle. Macht die christliche Hoffnung einen Unterschied?

Ein Brief der Gottesdienstkongregation zur Übersetzung des Kelchwortes „pro multis“ im Römischen Messbuch löste 2007 eine theologische Debatte im deutschsprachigen Raum aus. Sie ist der Anlass, die Form der christlichen Hoffnung zu thematisieren. Muss sie Einschränkungen machen bzw. das Ende offen halten oder kann sie wirklich alle und alles einschließen? Folgt die christliche Heilsökonomie der wirtschaftlichen Logik der Knappheit oder einer anderen? mehr

Religiöse Bedürfnisse - ein Ort theologischer Erkenntnis?


Religiöse Bedürfnisse bilden eine wichtige Grundlage für kirchensoziologische Untersuchungen, der Theologie aber sind sie verdächtig. Das neue Lexikon für Theologie und Kirche würdigt sie fundamentaltheologisch keines Eintrags. Was sind religiöse Bedürfnisse? Wie werden sie beschrieben? Was ist von ihnen theologisch zu halten? mehr

  • Fernkurs Würzburg

Lehren aus dem christlichen Glauben ziehen. Einführung in die Dogmatik

Dogmatik, eine Wortschöpfung aus dem 17. Jahrhundert, assoziiert man heute zuerst mit Dogmen und mit dem Dogmatischen. Tatsächlich aber sorgt das theologische Fach der Dogmatik für die Kritisierbarkeit des christlichen Glaubens auf der Ebene seiner Lehre in der Vielfalt ihrer Äußerungen. Sie legt sozusagen die Karten auf den Tisch. mehr

Den christlichen Glauben verstehen. Einführung in die Fundamentaltheologie

Von Anfang an sind Inhalt und Form des christlichen Glaubens Fragen ausgesetzt: Ist es klug oder dumm, an eine Erlösung durch Jesus Christus zu glauben? Wie gehen Güte und Allmacht Gottes zusammen angesichts von Leid und Bösem in der Welt? Welche Wahrheit kommt dem Christentum in der Vielfalt der Religionen zu? mehr

Ich glaube an Gott. Aspekte der theologischen Gotteslehre


Der christliche Glaube richtet seine ganze Aufmerksamkeit auf den einen Gott und betrachtet alles unter dieser Perspektive. Diese Aufmerksamkeit teilt er mit dem Judentum und dem Islam. Er wendet sich nicht nur an Gott, sondern fertigt auch Beschreibungen über ihn an, in dem Wissen, dass diese nicht mit Gott zu verwechseln sind. Wie lässt sich unter dieser Voraussetzung von Gott sprechen? Welcher Art sind die Gottesbilder, Gottesvorstellungen und Gotteserfahrungen in der Bibel, in der Mystik oder in der Kunst? mehr

Der schwierige Jesus. Einführung in die Christologie

Was macht die theologische Rede von Jesus Christus aus? Es gibt verschiedene Zugänge zu dieser Person und ihrer Bedeutung: ihre Verwurzelung in der jüdischen Tradition, das Verständnis von Tod und Auferstehung oder die antike Glaubensaussage „Jesus Christus – wahrer Gott und wahrer Mensch“. Wie kann heute von Jesus Christus und seiner Bedeutung im christlichen Glauben gesprochen werden kann? mehr

  • Katholische Hochschule Mainz

Gemeinde- und Kategorialpastoral

1) Einführung, 2) Gemeindepastoral und Kategorialpastoral, 3) "Pfarrgemeinde", 4) Grundvollzüge der Kirche, 5) Transformationen, 6) Kommunikation, 7) Kategorialpastoral, 8) Beispiel 1: Jugendpastoral, 9) Beispiel 2: Diakonische Pastoral, 10) Neue pastorale Felder mehr

Missionarische und diakonische Pastoral

1) Einführung, 2) Grundvollzüge der Kirche, 3) Caritas, 4) Diakonische Pastoral, 5) Sozialraumorientierte Pastoral, 6) Projekte, 7) Mission, 8) Missionarische Pastoral, 9) Neue pastorale Felder, 10) Internetseelsorge und Social Media mehr

Zielgruppenpastoral

1) Einführung, 2) Zielgruppen, 3) Kindliche und jugendliche Lebenswelten, 4) Kirchliche Kinder- und Jugendarbeit, 5) "Kasualienfromme", 6) Herausforderungen der Sakramentenpastoral, 7) Sinus-Milieus, 8) Milieusensible Pastoral mehr